Berner Geschichten

Die Geschichte des Berner «Märit»

 

Wo war eigentlich der Berner Markt? Bern hatte keinen Marktplatz, Bern war ein Marktplatz. In der Hauptgasse: Früchte, Blumen und Gemüse. In der Kreuzgasse: Fisch. Beim Münster das Geflügel, in der Münstergasse das Fleisch und in der Hotelgasse zwischen Zytgloggeturm und Casino die Käseabteilung. Ein Spaziergang durch Bern war ein bisschen wie der Gang durch die Regale eines Supermarkts.

 

Das Buch zum Tisch

 

Während Monaten haben wir Archive und historische Kochbücher durchforstet und Geschichten aus dem letzten halben Jahrtausend der Schweiz, des Stadtstaates Bern und des Kantons zusammengetragen — immer mit Blick aufs Kulinarische, Essen und Trinken. Und in der Küche haben meine Küchenchefs und ich gepröbelt und probiert, bis dieses Buch vorlag.

 

Die Geschichte des «Zibelemärit»

 

Ernsthaft: Ausserhalb Berns würde der Drang, mitten in der Nacht Zwiebeln kaufen zu gehen, therapeutisch behandelt. Aber das ist beim Verbrennen von Schneemännern, der kostümierten Katzenmusik oder dem Zerschlagen eines Schokoladenkessels nicht anders. Der «Zibelemärit» gehört zu Bern wie der «Böög» zu Zürich, die Fasnacht zu Basel und die Fête de l’Escalade zu Genf. Überhaupt muss man den «Zibelemärit» weder begreifen noch therapieren — sondern bloss mögen.

 

Inspirierende Rezepte

Zwiebel-Tarte-Tatin

 mit Alpkäse-Sauce und Rauchspeck

Kalbshaxe

mit eingelegten Sultaninen und Arvensauce

Rindstatar

mit Eigelb-Crème und Café-de-Paris-Kruste